Intimfrisur oder Vollrasur

Intimfrisur oder Vollrasur

Die aktuellen Trends mit Schritt-für-Schritt-Anleitung

Intimfrisur oder Vollrasur? Es gibt auch heute noch Frauen und Männer, die es natürlich mögen. Die Mehrheit bevorzugt allerdings entweder intimes Haarstyling oder die Komplett-Intimrasur. Während aktuell der Slogan „Je jünger, umso glatter“ Gültigkeit zu haben scheint, sehen Trendforscher die haarlose Intimzone eher als eine Mode-Erscheinung an.
Seit nunmehr Jahrzehnten ist unter den Achseln die Enthaarung bei Frauen und Männern gleichermassen flächendeckend. Sobald ein Promi oder Model dort auch nur Minihärchen zeigt, bekommen bereits Teenager Schreikrämpfe. Umfragen zufolge sind knapp 90 % der weiblichen und rund 60 % der männlichen Achseln vollkommen nackt. An den Beinen dagegen scheiden sich die Geister. Immerhin rasieren etwa 80 % aller Frauen, jedoch lediglich 15 % der Herren (wahrscheinlich sind das die aktiven Radfahrer …). Wie sieht es jedoch, rein statistisch, in der Körpermitte aus?
Hier kommt die Hitliste der bekanntesten Intimfrisuren:
Platz 1: Dieser geht eindeutig an den Brazilian Style. Das heisst: Alles muss weg! Die Hälfte aller Männer bevorzugt „Tabula rasa“ an ihrer Partnerin, etwa 30 % wünschen sich ihren Mann „untenrum“ am liebsten ohne Haare.
Platz 2: Kurz dahinter folgt bei Frauen die sogenannte Bikini Line, oft auch Landing Strip genannt, die unter dem Slip oder der Bikinihose vollständig verschwindet.
Platz 3: Immerhin 55 % aller Männer lassen alles genau so, wie es natürlich gewachsen ist, und – man lese und staune: Jeder fünfte Mann findet auch bei seiner Liebsten die natürlich behaarte Scham am schönsten. Das deckt sich in etwa mit den Vorlieben der Damen. Denn auch hier lässt jede Fünfte alles wachsen, wie es von der Natur vorgesehen ist.

Mit welchen Methoden kommen die Haare am häufigsten ab?

Die meisten Schweizer Männer und Frauen setzen für Achseln, Beine und Intimbereich den Nassrasierer ein. Auf Platz zwei der Enthaarungsmöglichkeiten landet – allerdings nur bei Frauen! – der Epilierer. Foltermethoden wie Sugaring, Waxing oder Epilieren kommt für Schweizer Männer kaum infrage. Für das starke Geschlecht gilt: „Wenn schon glatt, dann bitteschön ohne Schmerzen!“
Leicht verständlich. Schliesslich ist Männerhaar viel kräftiger als das der Damen. Ausserdem sitzen die Haarwurzeln tiefer und fester in der Haut, sodass Zuckern oder Wachsen für Männer eine echte Zumutung ist. Für die Haarentfernung im männlichen Intimbereich sind diese zwei Methoden deshalb überhaupt nicht geeignet.
Sowohl für Frauen als auch für Männer ist eine gut ausgeführte Nassrasur, wenn schon nicht die nachhaltigste, so doch die schonendste Möglichkeit, den Busch zwischen den Beinen zu bekämpfen oder zumindest auszulichten.
Die meisten  setzen für Achseln, Beine und Intimbereich den Nassrasierer ein.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für „sie” und „ihn”

Schritt 1: Vor der eigentlichen Rasur steht das Stutzen der Haare. Das stellt sicher, dass nachfolgend die Klinge des Nassrasierers nicht allzuschnell verstopft. Einfach eine Nagelschere nehmen und alle langen Haare vorsichtig und so tief wie möglich abschneiden.
Schritt 2: Danach sollte man dem Intimbereich zwei bis drei Minuten lang warmes Wasser, entweder unter der Dusche oder während eines Vollbades, gönnen. Die Haare werden weicher und lassen sich leichter rasieren.
Schritt 3: Rasierschaum oder Gel? Profis raten zu Gel. Es ist eventuell etwas teurer, jedoch ergiebiger und für die empfindliche Haut schonender.
Schritt 4: Jetzt geht es ans eigentliche Rasieren. Zunächst Stück für Stück in Wuchsrichtung rasieren – das ist wesentlich sanfter als andersherum. Falls das Ergebnis bereits zufriedenstellend ist: prima! Bei manchen Menschen wird es jedoch erst so richtig glatt, wenn noch einmal entgegen der Wuchsrichtung „nachrasiert“ wird. Dabei bitte nicht zu viel Druck ausüben und nicht mehrere Male über dieselbe Stelle schaben.
Eine stumpfe Klinge ist Folter für die Haut! Deshalb sollte sie zumindest einmal im Monat gewechselt werden.
Schritt 5: Pflegen, pflegen, pflegen! Falls die Rasur unter der Dusche stattfindet, sollte der Intimbereich direkt danach mit kaltem Wasser abgebraust werden. Das schliesst die Poren und beugt dem gefürchteten Rasierausschlag wirkungsvoll vor.
Während die meisten Frauen auf Pflege mittels Babypuder oder etwas Öl schwören, mögen Männer diese Art der Nachbehandlung weniger. Auf eine sanfte, möglichst fettfreie Bodylotion sollten sie dennoch nicht verzichten.
Sofern sich unmittelbar nach der Rasur die Gelegenheit bietet und genügend Zeit ist, freut sich die Haut über einige Minuten frische Luft, ehe sie letztendlich in der Wäsche verschwindet.
Waxing – eine Option für die Intimrasur?

Sind Enthaarungscremes, Wachs & Co. für den Intimbereich geeignet?

Beim Sugaring oder Waxing wird das Haar samt Wurzel aus der Haut entfernt. Im Gegensatz zur männlichen verträgt die weibliche Haut diese beiden Methoden auch in der empfindlichen Intimzone recht gut. Am besten funktioniert es in einem professionellen Beauty-Studio. Zum einen ist es dort weniger schmerzhaft, zum anderen bekommt die Haut nach der Haarentfernung vom Profi auch gleich die richtige Pflege.
Enthaarungscremes sind für die weiche Haut zwischen den Beinen allerdings ein Graus. Es gibt inzwischen einige spezielle Enthaarungsmittel, die auf die Bedürfnisse des Intimbereiches abgestimmt sein sollen. Trotzdem raten Hautärzte und Kosmetiker von derartigen Produkten grundsätzlich ab. Wer es trotzdem testen möchte, sollte darauf achten, dass die enthaltenen Pflegestoffe und der pH-Wert wirklich für diese empfindliche Körperzone geeignet sind.